Die Burg Eltz

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Bei der Burg Eltz handelt es sich um eine Burg aus dem 12. Jahrhundert, die im Tal des Flusses Eltz liegt. Dieser Fluss ist die Trennlinie zwischen dem Maifeld und der Vordereifel in Rheinland-Pfalz. Diese Burg gehört zu den bekanntesten Burgen in ganz Deutschland. Die Burg Eltz reiht sich in die Festungsanlagen, wie die Burg Lissingen oder das Schloss Burresheim in der Eifel ein, die damals nicht erobert werden konnten.

Die Entstehungsgeschichte

Die im Tal der Elz ansässige Burg ist vermutlich zu Beginn des 12. Jahrhunderts direkt an einem Handelsweg zwischen dem Maifeld und dem Moselland erbaut worden. Im Jahr 1157 taucht der Name „Eltz“ zum ersten Mal urkundlich in einer Schenkungsurkunde von Friedrich I. Barbarossa auf.

Die Burg ist so aufgebaut, dass sie von drei Seiten von der Eltz umflossen wird und ist auf einem bis zu 70 Meter elliptisch aussehenden und hohen Felskopf errichtet worden.. Die damaligen Erbauer planten den Bau so, dass es wie eine Felsformation aussehen sollte. Dadurch sind zum Teil sehr ungewöhnliche Grundrisse der einzelnen Räume in der Burg entstanden.

Die Burg heute

Die Burg befindet sich seit mehr als 800 Jahren im Besitz der Familie Eltz. Der derzeitige Besitzer, Herr Karl Graf und Elder Herr von und zu Eltz-Kempenich, wohnt in Frankfurt am Main und teilweise auf dem Eltzer Hof zu Eltville am Rhein. Er hat die Aufgabe übernommen, die Burg für die Öffentlichkeit zu öffnen, die Substanz der Burg zu erhalten und an die nächste Generation dann weiter zu geben.

Bis 2012 fanden drei Jahre lang umfangreiche Restaurierungs- und Sicherungsarbeiten statt. Die damaligen Sanierungskosten beliefen sich auf fast 4,5 Millionen €. Damals wurden diese Maßnahmen durch einen Zuschuss aus dem Konjunkturpaket der damaligen Bundesregierung mit 2 Millionen € unterstützt. Auch kamen Mittel von dem Land Rheinland-Pfalz sowie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und von den Besitzern der Burg. Die Burg kann immer in den Sommermonaten besichtigt werden. Es werden für den Zeitraum von 1. April bis zum 1. November täglich entsprechende Führungen angeboten.

Die ausgestellten Exponate

Hier sind u.a. im Rübenacher Haus eine im 19. Jahrhundert entstandene Waffensammlung, ein Schlafgemach sowie ein Salon von 1531 und ein Himmelbett aus dem Jahr 1520 zu sehen. Im Rodendorfer Haus kann man ein mit Rokoko-Möbelm eingerichtetes Kaminzimmer, einen Rittersaal sowie ein Kinderzimmer mit bemalten Renaissancebetten aus dem Jahr 1525 sowie einige Kücheneinrichtungen besichtigen.

Ebenfalls gibt es eine Vielzahl von Gemälden. Dazu gehören u.a. das Ölgemälde „Madonna mit Kind und Weintraube“ von Lucas Cranach dem Älteren, einige Tafelbilder aus der Sächsischen und Kölner Malerschule sowie flämische Tapisserien aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Auch kann man Einrichtungsgegenstände aus dem 19. Jahrhundert , wie beispielsweise einen sehr auffälligen Majolika-Kachelofen in sehr kräftigen Farben, von 1881 sowie eine große Sammlung von Delfter Porzellan , Westerwälder Keramik bis hin zu chinesischen Ausführungen bewundern.

Ein Schmuckstück ist die Kunstsammlung mit über 500 Exponaten , die aus dem 12. bis 19. Jahrhundert stammen. Diese Schmuckstücke findet man in den Kellergewölben des Rübenacher Hauses. Ebenfalls kann man eine Uhrensammlung aus der Zeitspanne vom 16. bis 18. Jahrhundert sowie eine Glas- und Porzellansammlung sich anschauen.